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Hallo Reader, heute geht's ans Eingemachte. Und niemand Geringerer als der rechtspopulistische amerikanische News-Rabauke Tucker Carlson liefert uns ein Lehrstück darüber, warum wir uns bei der Podcastproduktion oft über gänzlich falsche Dinge den Kopf zerbrechen. Wir sprechen heute über Zoom und ob es für euren Podcast reicht. Aber eigentlich – und darum geht es am Ende wirklich – sprechen wir darüber, wie Qualität für einen Podcast gemessen werden sollte. Und weil das nicht nur ein brutal wichtiges, sondern darüber hinaus auch noch sehr komplexes Thema ist, habe ich euch das in diesem Newsletter kurz zusammengefasst. Und für alljene, die noch tiefer in die Materie eintauchen wollen findet ihr unseren wirklich langen, ausführlichen Blogbeitrag auf unserer Website.
GUT GENUG heißt ja nicht sch***egal!Vor Kurzem bin ich beim Hören der Tucker Carlson Show über etwas gestolpert, das mich laut lachen ließ. Ein Teil der Gespräche wird offenbar über Zoom aufgezeichnet. Zoom. Der Videocall Anbieter, der in der Podcast Branche einen schlechteren Ruf hat als fast jedes andere Tool. Und mit genau dieser "schlechten" Software wurde eine der größten Shows der Welt produziert. Nicht irgendein Podcast, eine der größten Shows weltweit. Millionen Menschen hören und schauen da zu! Aber Zoom ist doch nicht für Podcasts!Die Tatsache, dass da jemand mit Millionenpublikum einfach eine Meetingsoftware nutzt, brachte mich zum Nachdenken. Die Podcast Branche hat fast ein Jahrzehnt lang Hosts davon überzeugt, dass genau das den Unterschied zwischen gutem und großartigem Podcast ausmacht: die Qualität der Aufnahmesoftware. Vielleicht hab ich das sogar selbst eine Zeit lang so erzählt, wenn auch nie in dieser Vehemenz. Aber hier sitzt der Host einer der größten Shows der Welt in einem Live Studio, öffnet dieselbe Software, mit der irgendeine Marketingabteilung ihr Dienstagsmeeting macht, und die Leute bleiben trotzdem dran. Das sollte uns was sagen. Aufnahmetechnik ist nicht gleich QualitätAufnahme ist nämlich nicht gleich Podcast-Qualität. Die Aufnahme ist eine von vielen Zutaten – so wie in der Küche aus vielen Zutaten ein fertiges Gericht wird, ist auch der fertige Podcast selbst ein Ergebnis aus Gespräch, redaktionellem Urteilsvermögen, Perspektive und Beziehung zum Publikum. Am Ende also die Summe, weswegen jemand die nächste Folge wieder anhört. Klingt selbstverständlich? Ist es aber offenbar nicht. Ein großer Teil des Podcast Technologiemarkts lebt genau davon, euch zu überzeugen, eben nicht das zu optimieren, weswegen das Publikum eigentlich da ist. Und stattdessen euch Glauben zu machen, die Technik sei der Dreh- und Angelpunkt zum Erfolg eures Podcasts. Zur Klarstellung: Produktionsqualität ist mir nicht egal. Schlechter Ton lenkt ab, schlechtes Licht macht ein Video unangenehm, eine Aufnahme, die abbricht, kann ein Interview ruinieren. Das ist real. Technik schafft keinen Mehrwert fürs PublikumAber es ist ein Unterschied, ob man Produktionsprobleme aus dem Weg räumt oder glaubt, die Technik selbst würde Mehrwert fürs Publikum schaffen. Tucker Carlsons Publikum schaltet nicht wegen der Aufnahmesoftware ein. Es schaltet wegen ihm ein. Und genau da liegt für mich der eigentliche Punkt: Wenn ein Podcast nicht performed, ist wahrscheinlich nicht das Mikrofon das Problem. Wahrscheinlicher ist, dass die Folgen einfach nicht interessant genug sind. Unangenehm zu hören, ich weiß. Aber genau deshalb ist es das Problem, das die wenigsten zuerst angehen. Eine spannende Prämisse kann man sich nicht kaufen. Redaktionelles Urteilsvermögen gibt's nicht im Abo, egal was der 29,90 Euro Kurs auf Facebook verspricht. Technik kann eine gute Redaktion beschleunigen. Ersetzen kann sie sie nicht. Bevor ihr also das nächste Stück Equipment kauft, fragt euch folgendes:
Wenn die Antwort auf die letzte Frage Nein ist, macht ihr das für die eigene Eitelkeit und nicht für den Mehrwert des Publikums. Tuckers Show ist nicht mitreißend, weil Zoom gut ist. Zoom reicht aus, weil die Show mitreißend ist. Wie das außerdem mit dem KI Feature Wettrüsten zusammenhängt, warum Netzwerke andere Regeln brauchen als einzelne Showhosts und eine konkrete Wochenübung, um euren eigenen Produktionsengpass zu finden: Das hab ich diese Woche auch mal ausführlicher aufgeschrieben, im Blog auf unserer Website.
🎙️ Wenn du überlegst, ob mehr technik deinem Podcast auf die Sprünge helfen würde melde dich bei mir. Ich sage dir ehrlich ob es sich lohnt oder nicht. Buch dir hier ein kostenloses 30-Minuten-Gespräch mit mir. Kein Pitch, keine Agenda, nur ein ehrliches Gespräch darüber ob und wie das für dich funktionieren kann.
Herzlichst,
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