Wie dein B2B Podcast wirklich galubwürdig wird


Hallo Reader,

heute gehts um die Frage, wie Glaubwürdigkeit in einem Unternehmenspodcast sichergestellt wird. Und was ihr dafür "aufgeben" müsst, und was nicht!

Glaubwürdigkeit vs. Salesfolder mit Mikrofon

Wenn mich Unternehmen fragen, warum sie Redaktionshoheit bei einem Podcast akzeptieren sollen, stelle ich eine Gegenfrage: Wo holt ihr euch relevante Informationen, wenn ihr eine wichtige Entscheidung vorbereitet? Im Salesfolder des Mitbewerbs oder bei unabhängigen Fachmedien?

Die Frage ist ein bisschen gemein, weil die Antwort auf der Hand liegt. Den Prospekt der Konkurrenz liest man, um nachzuschauen, was die anderen gerade so treiben. Wer wirklich etwas wissen will, sucht sich eine Quelle, der er zutraut, dass sie ihm nichts verkaufen will.

Und genau an diesem Punkt haben viele Unternehmenspodcasts ein Problem, das sie selbst gar nicht sehen.

Wer Wirtschaftspodcasts macht

Die Otto Brenner Stiftung hat Anfang 2024 eine Studie zu Wirtschaftspodcasts veröffentlicht. Untersucht wurden 656 Wirtschaftspodcasts auf Spotify. 60 Prozent davon werden von Unternehmen oder einzelnen Unternehmer:innen produziert, nur 27 Prozent von freien Medien und freien Medienschaffenden.

Die Unternehmen setzen in 61 Prozent ihrer Angebote auf Ratgeberformate. Fast die Hälfte aller untersuchten Podcasts erzählt aus der Perspektive einzelner Unternehmen oder Branchen, nur jeder fünfte schaut auf das größere Ganze!

Heißt das, Unternehmen sollten keine Podcasts machen? Natürlich nicht. Aber ein Prospekt bleibt ein Prospekt, auch wenn man ihm ein Mikrofon hinstellt.

Vertiefende Infos findet ihr in unserem ausführlichen Blogbeitrag:

Glaubwürdigkeit ist im B2B kein weiches Thema

Für den B2B Thought Leadership Impact Report 2025 haben Edelman und LinkedIn knapp 2.000 Berufstätige weltweit befragt. Ein Schwerpunkt liegt auf den sogenannten "Hidden Buyers". Gemeint sind Leute aus Finanz, Recht, Compliance, Einkauf oder Betrieb, die bei Kaufentscheidungen mitreden, ohne dass der Vertrieb sie überhaupt am Radar hat. Laut Studie suchen sie Erkenntnisse und keine Verkaufsargumente.

64 Prozent von ihnen vertrauen solchen fundierten Fachinhalten mehr als Produktblättern und Broschüren. 71 Prozent halten sie für wirksamer als klassische Marketing- und Vertriebsunterlagen, wenn es darum geht, den Wert eines Anbieters zu zeigen. Und 71 Prozent haben kaum oder gar keinen Kontakt zum Vertrieb.

Das deckt sich vermutlich auch mit dem, wie du selbst agierst: Prospekte weglegen, Fachartikel lesen.

Redaktionshoheit, und zwar fixiert

Glaubwürdig wird ein Podcast, wenn dort Fragen gestellt werden, die vorher nicht durch die Rechtsabteilung gegangen sind, und wenn Antworten drinbleiben, auch wenn sie nicht ins Salesprospekt passen.

Bei Podcasts, die wir inhaltlich betreuen, liegt die Redaktionshoheit deshalb beim Team. Das steht im Vertrag. Wer damit nicht leben kann, verlängert eben nicht, das ist alles.

Das mag streng klingen, ist aber notwendig, weil gute Absichten meistens nur so lange halten, bis es den ersten Konflikt gibt. Solange alle einer Meinung sind, braucht auch niemand eine Regel. Wenn ein Gast aber etwas sagt, das der Vertriebsleitung nicht schmeckt, oder die Geschäftsführung nach der Aufnahme kalte Füße bekommt, pfuscht ohne klare Regelung immer jemand rein. Dann ist die Redaktionshoheit Geschichte und mit ihr die Glaubwürdigkeit.

Spätestens wenn die erste Folge also produziert wird, trennt sich die Spreu vom Weizen. Die einen trauen sich aufs Eis und lassen die Hosts auch unangenehme Fragen stellen. Die anderen klären zuerst ab, was der Rechtsanwalt dazu sagt, und dann ist es schon gelaufen.

Was offen bleibt

Damit stehen ein paar berechtigte Fragen im Raum:

  • Wie sieht so eine Regelung konkret aus, ohne dass sich ein Unternehmen ausgeliefert fühlt?
  • Wie stellt ein Unternehmen sicher, dass der Podcast trotzdem ihrer bleibt und wo hört Abstimmung auf und fängt Eingriff an?
  • Und wie erklärt man das einer Geschäftsführung, die gewohnt ist, jeden Text vor der Veröffentlichung freizugeben?

Das alles könnt ihr in unserem ausfürhlichen Blogbeitrag nachlesen.


🎙️ Und wenn du wissen willst, ob euer Podcast glaubwürdig ist, dann melde dich bei mir. Ich sage dir ehrlich was ich davon halte.

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Herzlichst,
Sascha Ladurner


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Besuche uns auf quickdraw.at und lasse uns gemeinsam herausfinden, was Deine Geschichte wertvoll macht.

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QUELLEN:

  • Edelman und LinkedIn (2025): B2B Thought Leadership Impact Report. https://www.edelman.com/expertise/Business-Marketing/2025-b2b-thought-leadership-report
  • Edelman (2025): The Rise of the Hidden Buyer. https://www.edelman.com/insights/hidden-buyer-b2b
  • May, Nea (2023): Unternehmenspodcasts. Eine Kommunikatorstudie zum aktuellen Entwicklungsstand von Konzeption und Produktion. Masterarbeit, Bonn. https://publica-rest.fraunhofer.de/server/api/core/bitstreams/b476dd1b-2c2a-4e24-b981-7927920118dc/content
  • Horizont zur Trägerschaft der Otto Brenner Stiftung: https://www.horizont.net/medien/nachrichten/Studie-der-Otto-Brenner-Stiftung-Content-Marketing-gefaehrdet-unabhaengigen-Journalismus-140714

Sascha Ladurner / Podcast Producer

Wir produzieren für Unternehmen im B2B-Bereich professionelle Podcasts. Und darüber schreibe ich auch in meinem Newsletter. Also nix wie los und abonnieren! Außerdem sind wir immer auf der Suche nach spannenden Podcastgästen – wenn du also was zu sagen hast, dann melde dich bei uns!

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